Die Bedeutung der Nüsse in der Ernährung lesen

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Nüsse fördern die Gesundheit des Körpers und der Seele.
Nicht nur Eichhörnchen legen einen Wintervorrat an Nüssen an. Für die Nerven ist das Spielen mit dem Nussknacker eine entspannende Übung. Auch wenn es im wahrsten Sinne harte Nüsse zu knacken gibt, so ist der Ertrag einer geknackten Nuss reichlich. Es gibt verschiedene Arten von Nüssen, aber im Gegensatz zu Marzipan-Eiern enthalten sie ausnahmslose gesunde Wirkstoffe, die Energie spenden. Nur im Falle bestimmter Allergien können Nüsse negative Wirkungen hervorrufen. Das Vorurteil von Nüssen als "Kalorienbomben", das sich lange hielt, gilt nur für besonders in Fett behandelte Erdnüsse, nicht aber Erdnüsse generell. 

Warum sind Nüsse gesund?
Nüsse gelten als Kraftquellen, da sie eine kompakte Synthese aus wichtigen Nährstoffen darstellen. Sie enthalten im Wesentlichen ungesättigte Fettsäuren und nur wenige gesättigte Fettsäuren. Dadurch wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt. Denn die Wirkstoffe in den Nüssen verzögern die Arteriosklerose, halten den Cholesterinspiegel niedrig und wirken auch der Gefahr von Parkinson entgegen. Ebenfalls positiven Einfluss haben Nüsse prinzipiell auf die Wahrscheinlichkeit, keine Diabetes zu bekommen. Zusätzlich erhöhen Nüsse durch ihren Vitamin B-Gehalt die Konzentrationsfähigkeit, so dass man statt ständigem Schokoladengenuss durchaus einmal Nüsse knabbern sollte.

Wann ist eine Nuss eine Nuss?
Komische Frage: Durchaus nicht. Denn die zum Obst zu zählenden Nüsse sind im botanischen Sinne erst dann Nüsse, wenn alle 3 Schichten der Fruchtwand verholzt sind. Zugegebenermaßen ist das eine sehr technische Definition. Wirklich "echte" Nüsse sind nach dieser engen Definition dann die Walnuss, die Haselnuss und die Pekan-Nuss. Das Schalenobst ist aber auch in nicht-perfekter Form sehr gesund. Jedoch werden zum Beispiel die Pistazien, Macadamia-Nüsse, Paranüsse und Mandeln zu den Steinfrüchten gezählt. Die Kerne in der verholzten Innenschicht sind in weichem Fruchtfleisch eingebettet und von einer Haut geschützt. Sie sind damit Steinfrüchte wie zum Beispiel auch Pfirsiche. Die Erdnuss wiederum ist eine Hülsenfrucht wie die Erbse oder die Linse. Ob eine "echte" Nuss oder eine andere – gesund sind sie allemal.

Studien zum Thema Nüsse
An großen Bevölkerungsgruppen durchgeführte Untersuchungen über den Gesundheitszustand und über Faktoren, die ihn beeinflussen, werden als epidemiologische Studien bezeichnet. Erst Anfang der neunziger Jahre hat man die "Nuss entdeckt" beziehungsweise in systematische ernährungswissenschaftliche Studien integriert. In einer prominenten amerikanischen Studie unter amerikanischen Adventisten, deren Ernährungsgewohnheiten sehr bewusst sind, kamen Anfang der neunziger Jahre interessante Ergebnisse zutage. In einer Vergleichsstudie mit Menschen, die weniger als einmal wöchentlich Nüsse aß, verminderte sich das Risiko eines tödlichen Herzinfarkts bei denjenigen, die 1-4 mal wöchentlich Nüsse, aßen um 24%, bei den mehr als fünfmal wöchentlich Nüsse verzehrenden Personen sogar um 48%. Diese Zahlen bestätigten sich bei noch verfeinerten Studiendesigns.

Die Walnuss als vielseitige Kraftquelle
Die Walnuss verfügt über eine ganze Reihe wertvoller Ingredentien, vor allem wichtige Fette. Dazu zählen Omega3-Fettsäuren, Omega-6-Fettsäuren sowie Linolensäuren. Weiterhin enthält die Walnuss viel Vitamin E, das präventive Wirkstoffe gegen rheumatische Erkrankungen und Gelenk-Schmerzen sowie der Arteriosklerose liefert.
Zusätzlich enthält die Walnuss wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente:

 - Calcium für den Erhalt von Knochen und Zähnen
 - Magnesium stärkt Herz, Kreislauf und Nerven
 - Der Phosphor optimiert die Energie-Aufnahme des Körpers
 - Eisen, Selen und Zink stärken wiederum das Immunsystem.

Dazu weisen Walnüsse  einen hohen Eiweißgehalt von etwa 20 Prozent auf und sind leicht verdaulich. Nüsse sind deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil der Natur- und Vollwert-Küche. Eine relativ aktuelle Studie der Harvard Universität weist nach, dass ein dauerhafter Konsum von zumindest 5 Walnüssen pro Tag das Herzinfarktrisiko halbiert und zur Verlängerung des Lebens bis zu 5 Jahren führt.
Pistazien enthalten mit dem Vitamin A, Betacarotin und Kalium wichtige Stoffe; Vitamin E befindet sich in Haselnüssen und die größte Menge an B-Vitaminen haben Paranüsse, Walnüsse und Mandeln zu bieten. Der Mandelkonsum befördert vor allem den Calcium-Haushalt im Körper; Mandeln enthalten zusätzlich Ballaststoffe. 

Nüsse haben viele Kalorien
Nüsse sind kalorienreich. Deshalb sollten sie in die Essgewohnheiten dementsprechend integriert werden. Zum Beispiel passen Nüsse in eine Vollwert-Küche gut hinein oder sie können als Knabbergewohnheit andere Kalorienträger wie Süßigkeiten ersetzen. Welche Nüsse haben nun welchen Kalorien-Gehalt? Pekan-Nüsse haben die meisten Kalorien (100 Gramm = 692 Kalorien), dicht gefolgt von Macadamia-Nüssen (676), Para-Nüssen (660) und Walnüssen (654). Die wenigsten Kalorien haben die Erdnüsse (561), aber Vorsicht: Die ölgebräunten Supermarkt-Erdnüsse übertreffen kalorienmäßig fast alles!

Gut fürs Sehvermögen
Nüsse helfen auch gegen Nachtblindheit und stärken das Sehvermögen. Auch die Lymphdrüsen werden aktiviert. Nach einer Krankheit helfen sie dem Körper bei der Regeneration. Aber es gibt auch einen hohen Prozentsatz an Menschen, die mit Nüssen auf Kriegsfuß stehen, da sie durch den hohen Eiweißgehalt stark allergisch auf Nüsse reagieren. Auch bei einem geringen Nussanteil in Lebensmitteln bekommen anfällige Menschen Atemnot, Bläschen auf der Haut und andere Symptomatiken.

Nüsse in die Ernährung einbauen
Am Sinnvollsten ist es, wenn man den Faktor Nüsse in ein ganzheitliches Ernährungskonzept integriert. Dann kann man auf schmackhafte Weise eine ganze Menge für seine Gesundheit tun. Und: "die Nuss geht einem dann nicht mehr auf die Nuss – im Gegenteil..."
 

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