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Artikel Monat November10 - Depression Drucken

Im Herbst des Lebens wird der Herbstblues oft zur Ganzjahresdepression

Der Herbst – keine Jahreszeit ist so umstritten. Der goldene Herbst steht dem Herbstblues gegenüber, dunkelgraue Wolken  dem mystischen Nebel. Der Herbst ist ein Katalysator, durch den jeder sein gemütliches Zuhause schätzen lernt. Es gibt folglich wahre Herbstvorzüge und dennoch liegt über dieser Jahreszeit etwas Belastendes. Leicht genannt ist es der Herbstblues, für viele Menschen mit Depressionen die Hölle – besonders wenn sie selbst im Herbst des Lebens sind.

Gute Ratschläge ausprobieren

Der Herbst ist  bestens geeignet für stimmungsvolle Ausflüge, ausgiebige Kuscheleinheiten und viele gemütliche Stunden alleine oder mit Freunden. Vor allen Dingen Frischlufttanken ist angesagt. Und das kann jeder. Gerade fünfzehn Minuten am Tag genügen, denn unter Einfluss von Sonnenlicht produziert der Körper verstärkt Glückshormone. Außerdem wird bei Licht der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet, der die Stimmung aufhellt. Selbst wenn es draußen bewölkt ist, lohnt sich ein kleiner Spaziergang. Denn das Sonnenlicht dort ist noch drei- bis viermal so stark wie die Zimmerbeleuchtung. Solarien sind hingegen genau das Falsche.

 

Heißes Bad unterstützt Kräfte tanken
Ein heißes Bad hilft, neue Kräfte zu tanken. Einfach kurz in die nächste Drogerie schlendern, aus der riesigen Auswahl an Duftvarianten das Lieblingsbad kaufen und dann nichts wie abtauchen unter einer riesigen Schaumdecke. Einen zusätzlichen Massageeffekt versprechen Badetabletten, die unter den Rücken gelegt werden und herrlich vor sich hinsprudeln.

Bei wem solche Ratschläge helfen, der sollte sich glücklich schätzen. Bei saisonal unabhängigen Depressionen sieht die Behandlung sehr viel komplexer aus – insbesondere wenn es ältere Menschen betrifft.

Altersdepression häufigste psychische Erkrankung

Noch immer sind sich die Experten nicht einig, ob sich mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass man an einer Depression erkrankt, automatisch erhöht. Manche Untersuchungen weisen eher auf einen Rückgang hin, andererseits zeigen Untersuchungen von Bewohnern von Altenheimen eine Häufigkeit von 30 bis 40 % an einer Depression Erkrankten. Tatsache ist, Altersdepressionen sind die häufigste psychische Erkrankung im Alter. Bedenkt man, dass der Bevölkerungsanteil der älteren Menschen immer mehr zunimmt, so gewinnt die Medizin in diesem Bereich deutlich an Bedeutung. Das gilt auch für die psychische Gesundheit älterer Menschen.


Ursachen für Depressionen

Neben all den glücklichen älteren Menschen, die es gibt,  zeichnen sich im Alter Faktoren ab, die eine Depression begünstigen können.
Auf der einen Seite ist das der Stoffwechsel im Körper. Die Produktion von roten Stoffen im Nervensystem. Das bedeutet, dass die Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin und Serotonin abnehmen. Gleichzeitig nimmt der Spiegel des Monoaminooxid im Gehirn zu. Dieser Stoff ist verantwortlich für den Abbau der vorher genannten Botenstoffe. Für die Entstehung einer Depression im Alter kann also das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn als eine mögliche Ursache verantwortlich sein.

Körperliche Schmerzen als Auslöser
Ein anderer Grund für eine Depression im Alter können eine körperliche Erkrankung oder auch Schmerzen sein. Je schwerer körperliche Erkrankung oder Schmerzen sind, desto ausgeprägter sind dann die depressiven Stimmungen. Dazu kommt noch, dass gegen diese Krankheiten oder Schmerzen häufig Medikamente eingenommen werden müssen, die nicht selten eine Depression oder depressive Verstimmungen als Nebenwirkung haben.

Lebenssituation im Alter
Ein weiterer Faktor für eine Depression im Alter kann die Lebenssituation als älterer Menschen generell sein. Wie bei jüngeren Menschen auch entsteht die Depressionen erst dann, wenn verschiedene Faktoren zusammen kommen. Da sich gerade im Alter Verlusterlebnisse, wie zum Beispiel durch den Tod des Partners und von Freunden, Kränkungen, eine gewisse Hilflosigkeit oder auch Hoffnungslosigkeit und die Erfahrung, dass man sein Leben nicht mehr alleine meistern kann, häufen, ist die Schwelle zu einer Depression relativ niedrig.
Besonders bei Frauen weiß man, dass es sie schmerzt, wenn die Kinder jetzt ihr eigenes Leben führen, eine eigene Familie gründen und die Eltern nicht mehr so brauchen wie bisher. Parallel dazu läuft bei Frauen oft der Ausstieg aus dem Berufsleben, da viele Frauen heutzutage erst spät ein Kind bekommen. Dadurch vereinsamen nicht wenige Frauen mit der Selbstständigkeit ihrer Kinder und wissen nichts mehr mit sich anzufangen.
Allerdings ist es statistisch auch belegt, dass mehr Männer sich im Alter das Leben nehmen.


Genau Diagnose ist notwendig
Bevor man eine Depression behandeln kann, muss man sie natürlich vorher erst diagnostizieren. Gerade bei älteren Menschen ist dies aber nicht ganz einfach. Ältere Menschen, die es oft nicht gewohnt sind, über ihre Gefühle zu reden, nennen oft die körperlichen Symptome einer depressiven Erkrankung. Sie klagen über Schlaflosigkeit, Probleme mit der Verdauung, Appetitverlust und Gewichtsverlust. Häufig führt der Hausarzt dann viele verschiedene Untersuchungen durch, ohne der Depression auf die Spur zu kommen.


Mischung aus Beschwerden
Gerade bei älteren Patienten ist häufig eine Mischung aus scheinbar körperlichen Beschwerden und psychologischen Symptomen von Angst bzw. Unruhe anzutreffen. An psychologischen Symptomen treten häufig eine übermäßige Besorgnis bzw. generalisierte Ängste und Grübelneigung (wiederkehrende negative Gedanken, die nicht aufhören), Ängstlichkeit und Ängste vor dem Alleinsein auf. Viele Patienten erscheinen unruhig und klagen über Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Aufgrund (vermeintlich) körperlicher Beschwerden wie Kurzatmigkeit und Engegefühl in der Brust, Hyperventilation oder anderer diffuser körperlicher Beschwerden werden häufig Haus- oder Notärzte alarmiert. Nicht selten entsteht hierdurch ein Bedürfnis nach besonderer Aufmerksamkeit bzw. Betreuung.

Wenn Sie also bei sich selbst oder einem angehörigen älteren Menschen bemerken, dass Sie oder er 

  • keine Energie mehr in sich  haben oder plötzlich unruhig sind
  • keinen Appetit mehr haben, Gewicht verlieren, nicht mehr schlafen können, ständig Verstopfung haben
  • plötzlich sehr vergesslich werden
  • ständig niedergeschlagen sind, traurig, hoffnungslos und sich überflüssig fühlen
  • sich nicht mehr freuen können
  • keinen Sinn in Ihrem Leben mehr sehen
  • Befindlichkeitsschwankungen während des Tages
  • Blasenstörungen
  • Muskelverspannungen
  • Flimmern vor den Augen und Sehstörungen
  • Funktionsstörungen von Magen und Darm, Atmung und Herzen- Kreislauf
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Völlegefühl
  • körperliche Abgeschlagenheit
  • Schwitzen oder Frieren, kalte Hände oder Füße
  • ständige Müdigkeit
  • Schwindel
  • Gelenkbeschwerden
  • diffuse Schmerzen
  • Impotenz, Frigidität und einen Verlust des sexuellen Verlangens


sollten Sie daran denken, dass dies möglicherweise auf eine Depression hinweisen kann. Wie in jedem Alter ist eine Depression auch im höheren Alter behandelbar. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was man dagegen tun kann!
(Quelle: http://www.depressionen-depression.net/depressionen-bei-alten-menschen/start.htm)

Tatsache ist ...
Bei ungefähr 10 bis 15 Prozent aller älteren Menschen werden heute depressive Symptome festgestellt. In Alters- oder Pflegeheimen liegt der Anteil schon bei 30 Prozent. Dennoch wird nur bei etwa 10 bis 20 Prozent dieser Betroffenen eine Altersdepression diagnostiziert. Noch weniger werden entsprechend behandelt. Das haben Untersuchungen belegt.
(Quelle: web4health.info.de)


Bei ungefähr 10 bis 15 Prozent aller älteren Menschen werden heute depressive Symptome festgestellt. In Alters- oder Pflegeheimen liegt der Anteil schon bei 30 Prozent. Dennoch wird nur bei etwa 10 bis 20 Prozent dieser Betroffenen eine Altersdepression diagnostiziert. Noch weniger werden entsprechend behandelt. Das haben Untersuchungen belegt.

Behandlung von älteren Menschen ist schwierig
Viele alte Menschen leiden an verschiedenen anderen Erkrankungen und nehmen gegen diese Erkrankungen bereits Medikamente ein. Weil bei älteren Menschen aber die Organe nicht mehr so leistungsfähig sind, wie das bei jüngeren Menschen der Fall ist, wirken sich Medikamente anders aus. Bei den oft sehr verschiedenen Wirkstoffen kommt es nicht selten zu unerwünschten Wechselwirkungen. Die Verarbeitung der Medikamente im Körper und die Ausscheidung der Abfallprodukte sind deutlich verändert. Leider verlaufen Depressionen bei älteren Menschen häufig deutlich schwerer bzw. chronischer und sprechen weit weniger gut auf übliche Therapiemaßnahmen an. Sie werden häufiger mit biologischen Methoden behandelt, wobei zumeist verschiedene Medikamente zu Einsatz kommen. Hier kann der Wirkungseintritt jedoch länger sein und bisweilen Nebenwirkungen bzw. scheinbar paradoxe (nicht erwartete) Effekte auftreten.

Sorgfältige Auswahl der Medikamente

Bei der Altersdepression sollte bei der Therapie mit Antidepressiva einiges bei der Auswahl des Medikamentes beachtet werden. Die Dosierung sollte niedrig begonnen und langsam gesteigert werden können. Die Handhabung des Medikamentes sollte möglichst einfach und sicher sein. Bei der Wahl des Antidepressivums müssen mögliche Begleiterkrankungen, z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, Demenz, Prostatahyperplasie oder Glaukom berücksichtigt werden.

Soziotherapie und Psychotherapie
Die Therapie der Altersdepression stützt sich aber nicht ausschließlich auf die medikamentöse Therapie der Depression und anderer Erkrankungen. Medikamente behandeln die körperlichen Aspekte der Erkrankung. Sehr wichtige Säulen der antidepressiven Therapie sind auch die Soziotherapie und die Psychotherapie. Psychotherapie kann in Einzel-, Paar-, Gruppen oder Familientherapie durchgeführt werden. Besonders häufig sind handlungsorientierte Verfahren, wie z. B. die Verhaltenstherapie erfolgreich. Ziel ist es, durch Entspannungsverfahren und systematische Desensibilisierung die Angst vieler alter Menschen abzubauen, schrittweise günstigere Verhaltensweisen einzuüben und so zu einer neuen Selbstsicherheit zu gelangen. Soziale Kontakte sollen verbessert und der Umgang mit Rückschlägen soll geübt werden.

Soziale Unterstützung für Patienten und Angehörige
Unterstützung für Angehörige, die Demenzkranke pflegen, hilft depressive Symptome zu reduzieren. Bei der
Psychotherapie müssen alterstypische Besonderheiten, wie Störungen des Sehens und Hörens und Einschränkungen des Gedächtnisses, berücksichtigt werden. Meist sind hier die Ziele enger umrissen sowie (dem Lebensalltag des Patienten und seiner Situation angemessen) klar begrenzt und fokussiert.

(Quellen: web4health.info.de, www lifeline.de , Der Mediziner 11/2008, OA Dr. Christian Jagsch Prim. Dr. Elmar Windhager, Psychiatrische Klinik Wels, blob.freenet.de)








 
Vitalstoffe in der Ernährung Drucken

 

Vitalstoffe, Mineralstoffe und Vitamine sind für den Körper äußerst wichtig. Wer einem Mangel vorbeugen will, sollte auf eine Ausgewogene Ernährung achten oder sich bei seinem Arzt oder der Apotheke rat holen.


Fettlösliche Vitamine


Vitamin A
Ist Bestandteil des Sehpurpurs der Netzhaut, weshalb ein Mangel zu Nachtblindheit führen kann.
Es steuert auch die Verhornung der Haut und der Schleimhäute.


Vitamin D
Steuert den Kalziumstoffwechsel.
Der Körper kann es als einziges Vitamin unter Lichteinwirkung selbst bilden.


Vitamin E
Wichtig für die Fruchtbarkeit.
Mit der Nahrung wird genügend Vitamin E aufgenommen.

    
Vitamin K
Unterstützt die Bildung von Gerinnungseiweißen und den Knochenstoffwechsel.


Wasserlösliche Vitamine


Vitamin B1

Ein Mangel führt zu Nervenschäden. Wird in chemisch veränderter Form (Benfotiamin) bei  diabetischen Nervenschäden eingesetzt.    


Vitamin B2
Unerheblich für die Energiegewinnung. 

   
Vitamin B6
Unentbehrlich für den Eiweiß-Stoffwechsel.

    
Vitamin B12
Wichtig für viele Stoffwechselreaktionen und für das Gedächtnis.


Vitamin C
Wichtig und nahezu Unentbehrlich für den Aufbau von Bindegewebe und die Bildung verschiedener Hormone.

 

Folsäure
Wichtig für das Gewebewachstum. Schützt möglicherweise vor Herzkrankheiten.
Ein Mangel in der Schwangerschaft führt zu Missbildungen des Kindes (offener Rücken).


Niacin
Wichtig für den Energiestoffwechsel.


Pantothensäure
Bestandteil von Enzymen im Fettstoffwechsel und bei Regenerationsprozessen wie dem Haarwachstum.


Biotin
Wichtig für den Stoffwechsel von Haaren und Nägeln.

 

Die wichtigsten Mineralstoffe


Kalzium
Wichtigstes Knochenmaterial. Weil ein konstant hoher Kalziumspiegel im Blut lebenswichtig ist, baut der Körper in Mangelsituationen Knochensubstanz ab.

 

Kalium
Wichtiges Mineral in der Blutflüssigkeit. Unentbehrlich für die Funktion von Herz und Nerven, außerdem an vielen Stoffwechselreaktionen beteiligt.

 

Magnesium
Dämpft die Muskel- und Nervenerregung, wichtig für die Herzfunktion.

 

Eisen
Vor allem wichtig für den Sauerstofftransport im Blut.

 

Die wichtigsten Spurenelemente


Zink
Stärkt Immunsystem; wichtig für Hautstoffwechsel.

 

Kupfer
Ist Bestandteil von Enzymen der Blutbildung.

 

Selen
Das Entgiftungsmineral. Selen ist Bestandteil eines Enzyms, das im Körper Zellschädigende freie Radikale unschädlich macht.


Jod
Baustein der Schilddrüsenhormone.


 
Hohe Schuhe nehmen Zehen Krumm Drucken

Halluxfälle nehmen zu


Schön sieht  er  nicht aus und schmerzhaft ist er auch. Der Hallux valgus, die Fehlstellungen der Zehen, nehmen stetig zu. Highheels sind dabei nicht ganz unschuldig.  Schlussendlich hilft nur eine Operation.


Die Wangen geliftet, der Bauch abgesaugt, die Lippen aufgespritzt und neuerdings auch die Zehen gekürzt. Der hippste Trend der Schönheitsoperationen ist bei den Füßen angekommen. Frei nach dem Filmmotto: Was nicht passt, wird passend gemacht, werden Zehen gekürzt, damit sie in die edlen Manolo Blahnik Schuhe passen.

 

Für den erfahrenen Fußchirurgen Dr. Diab Diab, leitender Oberarzt der Orthopädie im Sankt Elisabeth Hospital in Gütersloh, eine unbegreifliche Vorstellung. „Der Fuß ist ein unglaublich komplexes Körperteil. Wenn er funktioniert, aus Schönheitsgründen zu operieren, ist mehr als zu hinterfragen.“

 

In seinem Alltag wird Dr. Diab noch nicht mit Schönheitsoperationen konfrontiert, sondern es sind Fehlstellungen der Zehen, die ihm tagtäglich unter die Augen kommen. Eine der häufigsten, die überwiegend Frauen betrifft, ist der Hallux Valgus, auch Ballenzehen genannt. „Die Erkrankungen mit Hallux  valgus sind zunehmend. Ein entscheidender Grund ist, dass kein passendes Schuhwerk getragen wird.  Es spricht nichts gegen Stöckelschuhe, aber wenn man ständig auf ihnen läuft, provoziert das eine Fehlstellung.“

 

Doch auch Birkenstockträger bleiben von dieser Fehlstellung nicht verschont. „Die familiäre Veranlagung ist auch ein ganz entscheidender Faktor“, erklärt Dr. Diab. Wenn Oma oder Mama schiefe Zehen hatten, kann die Fehlstellung  kaum vermieden werden. Richtiges Schuhwerk und gezielte Gymnastik können die Verformung herauszögern, aber nicht stoppen. Spezielle Einlagen oder diverse Schienen helfen die Schmerzen zu lindern, wirken sich auf die Fehlstellung allerdings nicht aus.

 

„Es sind ja nicht nur die Knochen, die nicht passen, sondern das Problem ist sehr viel komplexer. Auch die Muskulatur und Sehnen sind in Dysbalance. Und da führt irgendwann zu masiven Schmerzen. 99 Prozent der Patienten suchen einen Arzt wegen massiver Beschwerden auf,“  so Dr. Diab aus seiner Praxis.

 

Heutzutage ist niemand mehr bereit, Einschränkungen in der Lebensqualität hinzunehmen. Bei zahlreichen Betroffenen sind Spaziergänge oder Wanderungen von der Freizeitliste gestrichen.

 

Wenn der Schuh also massiv drückt, hilft nur noch eine Operation, die vielen Patienten Angst macht. „Sie muss von erfahrenen Fußchirurgen gemacht werden, denn jeder Hallux stellt sich anders da. Wie sind die Muskeln und Bänder durch die Fehlstellung beeinflusst? Ist der Mittelfußknochen in Leidenschaft gezogen? Der Fuß ist eine Einheit und der Operateur muss das gesamte Umfeld betrachten und untersuchen.“, so Dr. Diab,  der Hallux Patienten rät, eine Operation nicht bis  zum schmerzhaften Ende herauszuzögern. Die Sorgfalt in der Analyse ist notwendig. „Wenn nur die Knochen gerichtet werden, kann der Hallux nach ein, zwei oder drei Jahren wieder zurückkommen.“

 

Die Operation eines Hallux valgus ist relativ kompliziert. Während frühere Operationsverfahren vor allem darauf ausgerichtet waren, die krumme Großzehe wieder zu begradigen und den störenden Ballen „wegzuschneiden“, versucht man heute meist das Gelenk zu erhalten und die natürlichen Verhältnisse soweit wie möglich wieder herzustellen. Dazu wird ein individuelles Behandlungskonzept mit unterschiedlichen  Methoden erstellt.

 

Marktschreierische Angebote die versprechen neue Methoden entwickelt zu haben mit denen man nach vier Tagen wieder gehen kann und bei denen beide Füße zu gleich operiert werden, stellen sich bei genauer Betrachtung als Augenwischerei heraus.

 

„Nach der Operation, die zwischen 45 Minuten und drei Stunden dauert, kann der Patient am nächsten Tag mit einem Spezialschuh aufstehen und belasten. Stationär bleib er zwischen zwei und vier Tagen im Krankenhaus. Es gibt auch Fälle, in denen die OP ambulant gemacht wird“, informiert der Fußspezialist, der die Operation an beiden Füßen gleichzeitig vehement ablehnt. „Das bringt nicht viel und die Thrombosegefahr ist wesentlich höher.“

 

Eine zweite Operation ist, so Dr.Diab, nach sorgfältiger Abwägung der Risikofaktoren, das kleinere Übel.

 

Drei bis vier Wochen müssen die Patienten besonders intensiv auf ihren operierten Fuß achten. Hochlegen und Kühlen ist angesagt. „Wer eine sitzende Tätigkeit hat, kann nach einer Woche schon wieder arbeiten, jemand der ständig auf den Beinen ist, muss mit drei bis vier Wochen Arbeitsunfähigkeit rechnen.

 
Fataler Trend zum Zweitgelenk Drucken

Fataler Trend  zum Zweitgelenk
 
Auch wenn es schon ein bisschen knarrt im Gebälk – Original bleibt Original. Doch der Trend geht zum künstlichen Zweitgelenk.

Drei Monate musste der energiegeladene Weltstar Udo Jürgens (75) sich eine Auszeit nehmen. Der Grund: der gertenschlanke Sänger bekam ein neues Hüftgelenk. 
Die Zahlen sind bedrückend.  Mehr als die Hälfte aller Menschen über 65 Jahre leidet an Arthrose. Das bedeutet, dass sich die Knorpel in den Gelenken zunehmend abbauen, was bei den Betroffenen oft zu mehr oder weniger schlimmen Schmerzen führt. Insbesondere wenn Hüfte und Knie betroffen sind, versprechen sich viele Patienten Abhilfe durch ein neues Gelenk. Im vergangenen Jahr (2009)  erhielten in Deutschland rund 209 000 Menschen ein neues Hüftgelenk und 175 000 ein Implantat im Knie. Hinzukommen noch Operationen der Fingergelenke.


Trend geht zur Operation
Manche Experten verfolgen die seit Jahren steigenden Operationszahlen jedoch mit Skepsis. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) führt den wachsenden Trend zum Implantat zum einen auf die stetig steigende Lebenserwartung der Menschen zurück. Zum anderen ermöglichen moderne Operationsmethoden heute Eingriffe etwa bei Patienten mit angeborenen Gelenkschäden, die früher nicht möglich waren.


Versorgungsatlas soll Aufschluss geben
Allerdings steht auch immer wieder die Frage - oder besser: der Vorwurf - im Raum, ob diese Entwicklung nicht zum Teil auch darauf zurückzuführen ist, dass unnötige Operationen durchgeführt werden. Kritisiert wird zum Beispiel, dass immer wieder auch Patienten operiert werden, bei denen mehr Bewegung und eine gesündere Lebensweise zumindest vorläufig einen solchen Eingriff hätten verhindern können. Daher will die DGOU zusammen mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) nun einen Versorgungsatlas erstellen. Damit soll ermittelt werden, wie oft in verschiedenen Regionen bestimmte Knochen- und Gelenkoperationen vorkommen.


Schweden ist Vorbild
Außerdem schlägt die Gesellschaft vor, dass ein Register für Gelenkimplantate geführt wird. In Schweden führte dieses sogenannte Endoprothesenregister dazu, dass nur noch halb so viele Nachbehandlungen bei künstlichen Hüftgelenken nötig waren. Dadurch lassen sich Leid und Schmerzen ersparen und zudem Kosten senken: Auf deutsche Verhältnisse übertragen, könnte ein solches Register ein Einsparpotenzial von mehr als 40 Millionen Euro haben.


Kampf gegen Artrhose
Angemahnt wird auch mehr Forschung, vor allem zur Entstehung von Arthrose. Im vergangenen Jahr haben zum Beispiel Forscher um Thomas Pap, den Direktor des Instituts für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin an der Universität Münster, nachgewiesen, dass ein bestimmtes Molekül namens Syndecan-4 zu Knorpelschäden führt. Freigesetzt wird es nach einer Schädigung des Gelenks. Injiziert man nun Mäusen regelmäßig einen gegen dieses Molekül gerichteten Antikörper, wurde der Knorpelabbau gestoppt. Es entwickelte sich keine Arthrose, das Gelenk blieb heil.


Natürliches Gelenk reparieren
Daher fordern Rheumatologen wie Pap, nach neuen Wegen zu suchen, um das natürliche Gelenk zu reparieren, anstatt es lediglich durch ein künstliches zu ersetzen. Dazu müssen allerdings Experten verschiedener Fachbereiche zusammenarbeiten - ein nicht immer einfaches Unterfangen.
Quelle: Stuttgarter Zeitung online

 

Alternativen abchecken
Das, was die kritischen Ärzte derzeit ins Visier nehmen ist für Dr. Michael Eisenmann, Apotheker und Buchautor, schon lange eine Diskussion in seiner Apotheke. In seinem Buch „Fit in der Kiste“, zu bestellen über bio-apo.de erzählt er aus seinen Erfahrungen. Sein Credo: eine Operation ist die allerletzte Möglichkeit. Zuvor sollte man versuchen seine Gelenkbeschwerden anders in den Griff bekommen.

 

Es lohnt sich, zu informieren
Die Erkrankungen des sogenannten rheumatischen Formenkreises, das erlebt er tagtäglich in seinem Apothekeralltag, nehmen stark zu. Quälende Schmerzen machen die Patienten matt. In dieser Situation stimmt man einer Heilsbringenden Operation gerne und schnell zu. Doch es lohnt sich, so Eisenmann, Alternativen auszuprobieren.

Gezielte Bewegung
Jeder Mensch ist anders, jede Erkrankung individuell und jeder Patient reagiert anders. Also ist jede Methode ein Versuch wert. Eigeninitiative ist gefragt. Und die fängt bei einem kontrollierten Körpergewicht an.  Konsequente Physiotherapie, Aqua-Jogging, vorsichtiges Radfahren  und zum Beispiel Knorpelaufbauende Präparate wie die der Grünlippenmuschel, mit dem Bindegewebe und Knorpel wieder aufgebaut werden. 

Wenn wirklich gar nichts mehr geht
Die medizinische technische Entwicklung ist in den vergangenen Jahren enorm vorangekommen. Die Operationsmethoden sind filigraner geworden, an den Prothesen wird ständig weiterentwickelt und neue verträglichere Materialien verarbeitet. Dennoch, wer von einer neuen Methode, einem neuen Supergelenk hört, das 15 oder 20 Jahre hält, bevor es ausgetauscht wird, sollte skeptisch werden. Die Jahresangaben sind Theorie, wenn die Methode neu ist, kann man nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen. 

Minimal invasiv oder nicht?
In die Diskussion geraten auch die Operationsmethoden. Der Trend in den letzten Jahren ging zu kleinen Schnitten. Knopflochchirurgie geisterte in den Köpfen der Patienten herum. Doch diese minimal-invasiven Methoden mit kleinen Schnitten sind  nicht ohne Nachteile. Bei kleinen Schnitten wird zuviel Muskel- und Nervengewebe beleidigt. Der ein oder andere Chirurg zieht einen etwas größeren Schnitt vor, um leichter die künstlichen Gelenke einsetzen zu können und dabei das Gewebe zu schonen. Das heißt, auch darüber muss bei einer Operation gesprochen werden. 

Grundsätzliches zur Operation
Grundsätzlich unterscheidet man Total- und Teilendoprothesen. Bei der Totalendoprothese (in der medizinischen Fachsprache kurz TEP genannt) wird das gesamte Gelenk ersetzt; dies ist mit Abstand die häufigste Form der Endoprothesenversorgung. Ist aber nur ein gewisser Teil eines Gelenks zerstört, kann auch eine Teilendoprothese eingesetzt werden, die nur den beschädigten Part ersetzt.

Welches Material?
Gerade die Materialforschung hat in den letzten Jahren ungeheure Fortschritte erzielt und bringt immer neue Materialien hervor, mit einer immer besseren Haltbarkeit, Stabilität und Passgenauigkeit der Prothesen – zum Wohle des Patienten.Bestanden in der Vergangenheit sämtliche Prothesen ausschließlich aus Metall, gibt es mittlerweile eine Fülle von Materialien, die teilweise auch miteinander kombiniert werden können. Hinzukommt noch, dass das Material beanspruchbar sein muss. Zum Beispiel sind bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm einzelne  Zonen des Hüftgelenkes bis zu 225 Kilogramm  pro Quadratzentimeter belastet. Pro zusätzlichem Pfund versechsfacht sich die Belastung.

Was müssen Sie vor der Entscheidung zu einer Gelenkersatz-Operation wissen?
In der Praxis werden Sie beim ersten Vorgespräch bereits auf die wesentlichen Risiken hingewiesen. Die folgende Auflistung soll Ihnen im Vorfeld einer möglichen Hüftoperation eine erste Beschäftigung mit den Risiken und Aussichten eines künstlichen Hüftgelenkes geben.

1. Wann ist ein künstliches  Gelenk notwendig?
Bei einer Erkrankung der Gelenke, die auf konservative Behandlungen nicht mehr ausreichend anspricht und die entscheidend die Lebensqualität beeinträchtigt, kann die Operation mit einem Gelenksersatz sinnvoll sein. Das ist z. B. der Fall, wenn Sie zunehmend Schmerzmittel benötigen, wenn diese keine ausreichende Linderung verschaffen, Sie keine Schmerzmittel mehr vertragen, wenn die Gehfähigkeit abnimmt (Schmerzen beim Laufen,Verkürzung der Gehstrecke), wenn Sie wegen der Schmerzen Gehhilfen benötigen oder der Schlaf wegen der Schmerzen gestört ist.

2. Mit was ist nach einer Operation zu rechnen?
Auch ohne gravierende Komplikation, wie zum Beispiel durch Infektion oder Materialversagen,wird sich ein künstliches Gelenk mit der Zeit lockern. Die Überlebenskurven verschiedener Gelenke lassen sich in sog. „Endoprothesenregistern“ ablesen. Ein Faktor ist sicher der Kunststoffabrieb bei Prothesen mit Pfannen aus Polyäthylen. Die Abriebpartikel wirken stimulierend auf spezielle Körperzellen, die auch den Knochen angreifen. Auch die mechanische Auslockerung durch hohe Beanspruchung wäre denkbar und würde die kürzere Prothesenstandzeit bei jüngeren Patienten erklären.
Ein weiterer wesentlicher Faktor aber ist die biologische Reaktion des lebenden Knochens auf die veränderte mechanische Lasteinleitung in den Knochen. Während beim gesunden Gelenk die Last durch gerichtete Knochenbälkchen in die Knochenrinde des Oberschenkelknochens eingeleitet wird, verursacht eine Stielprothese einen „Kraftkurzschluss“ – die Last verläuft durch den Prothesenstiel und wird häufig erst im unteren Drittel des Prothesenstiels an den Knochen des Oberschenkels weitergegeben.

Wie werde ich wieder gehen können?
Die Funktion eines künstlichen Gelenkes wird nie so gut sein, wie die des eigenen natürlichen Gelenkes es einmal war. Meistens wird dennoch eine hervorragende Leistungsfähigkeit zu erzielen sein. Man versucht, die Ergebnisqualität mit Punktesystemen, sog. „Scores“ zu messen. Dabei werden Alltagsbelastungen abgefragt und mit Punkten bewertet. Ein normales, gesundes Hüftgelenk weist z. B. im „Harris-Hip-Score“ (nach dem amerikanischen Hüftchirurgen W.Harris) einen Punktwert von 100 auf. Wer nach einer Hüftoperation schmerzfrei gehen kann, ohne zu hinken, keinen Stock mehr braucht, frei Treppensteigen, unbegrenzt Sitzen, Schuhe und Strümpfe selbst anziehen kann und eine Beweglichkeit (Beugen) über den rechten Winkel hat, wird an diese 100 Punkte herankommen.

Risiken der Operation
Auf dem Weg zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes müssen gesunde Gewebeschichten durchtrennt und das natürliche Gelenk dargestellt werden. Minimal invasive Operationsverfahren versuchen nur, die Wundgröße klein zu halten und möglicht wenige Schäden auf dem Weg zum Gelenk zu verursachen, letztendlich unterscheiden sich nach einiger Zeit die Ergebnisse zwischen Standard-Zugang und minimal invasiver Chirurgie (MIS) nicht mehr.In jedem Fall muss das natürliche Hüftgelenk dargestellt und mit Haken offengehalten werden. Diese Prozedur birgt auch bei sachgemäßer Durchführung manche Risiken.Blutungen, Nervenverletzungen, Infektionen, Knochenbrüche, Thrombosen oder Embolien sollten auf jeden Fall in der Diskussion vor der Operation ein Thema sein.

Nach der Operation
Auch wenn man naturgemäß vor der Operation selbst die größte Angst hat: Die Operation ist schmerzfrei. Erst nach Abklingen der Betäubung treten Schmerzen auf. Mit dem Narkosearzt sollten Sie auch das postoperative „Schmerzmanagement“ besprechen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Schmerzen nach der Operation zu lindern. Vorteilhaft ist einen persönlichen Fahrplan mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

 
Gesundheitsvorsoge Drucken
Vorsorgen ist besser als Heilen!

Nicht die Wiederherstellung der Gesundheit sollte im Vordergrund stehen, sondern die Aufrechterhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität und die Vermeidung der Pflegebedürftigkeit.

Der Gesundheitsvorsorge und Prävention wird heutzutage berechtigterweise ein immer größerer Stellenwert beigemessen, denn sie bewirkt eine Verbesserung der Lebensqualität. Dabei sollten sich die Vorsorgemaßnahmen allerdings nicht auf medizinische Prophylaxe beschränken, sondern auch auf andere wichtige Bereiche des Lebens ausgedehnt werden.

Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung hilft, Krankheiten und Probleme früh zu erkennen und Ihnen viel Leid und Sorgen zu ersparen.Im Gegensatz zu den "wiederherstellenden" Rehabilitationsmaßnahmen dienen die Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge der vorbeugenden Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten.

Hier erhalten Sie informative Tipps zum Bereich Gesundheitsvorsorge: von alltäglichen Tipps bis zu der medizinischen Vorsorge.

 

 

 


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