|
Die private Altersvorsorge ist grundsätzlich freiwillig und basiert auf der Grundidee des Kapitaldeckungsverfahrens. Das eingezahlte Kapital sowie die erwirtschafteten Kapitalzinsen stehen daher ausschließlich dem Sparer zu. Das einbezahlte Kapital wird dann als Rente verbraucht mit einem vereinbarten Auszahlungsplan oder als Einmalbetrag dem Anleger/Versicherten ausbezahlt.
Welche private Vorsorge ist notwendig? Welche Förderungen gibt es?
| Buchtipp zum Thema private Altersvorsorge | Software zur Berechnung der privaten Altersvorsorge |
|
|
Private Rentenversicherung (nach oben)
Eine klassische private Rentenversicherung funktioniert in mancher Hinsicht fast wie ein Sparbuch: Zunächst leistet der Versicherte seinen Eigenbeitrag, die zusammen mit eventuellen Zulagen (beispielsweise in der Riester-Rente) den Beitrag zur Altersversorgung bilden. Aus diesem Topf zieht das Versicherungsunternehmen in der Regel seine Gebühren ab (ob und in welcher Höhe ein privater Rentenversicherer Gebühren erhebt, klären Sie am besten in einem persönlichen Beratungsgespräch vor Abschluss des Vertrags).
Der Rest des Topfes wird mit jährlich angepassten Zinssätzen verzinst. So wächst die Altersvorsorge-Versicherung Jahr für Jahr an, bis sie ab dem vereinbarten Zeitpunkt als Rente ausgeschüttet wird.
Der Sparplan ist eine sehr sichere Anlagemöglichkeit, weil Ihnen keine Verluste drohen. Es wird eine gewisse Verzinsung garantiert, Sie wissen also auf jeden Fall, wie hoch Ihre private Rente mindestens ausfällt. Typischer Weise erwirtschaften die Versicherungen aber noch einen zusätzlichen Überschuß, um den Ihre Rente aufgestockt wird. Ob und in welcher Höhe Überschüsse entstehen, kann aber weder vorausgesagt noch garantiert werden.
Thema - Altersvorsorge in Fonds... (nach oben)
Die Beiträge, die der Versicherte selbst leistet, bilden gemeinsam mit eventuellen Zulagen (beispielsweise mit den Riester-Zulagen) die Beiträge zur Altersvorsorge. Von diesen Beiträgen zieht der private Rentenversicherer seine Kosten ab (ob und in welcher Höhe das geschieht, sollten Sie vorab in einer persönlichen Beratung klären) und investiert den Rest in Fonds. Das können Aktienfonds sein aber auch beispielsweise Anleihen in anderen Währungen. Je nach Anlageform sind für die Kapitalerträge zusätzlich Kosten aufzubringen, die von den verzinsten Beiträgen zur Altersvorsorge abgehen. Die Erträge, die dieser Altersvorsorge-Fonds abwirft, bilden das Vermögen der Altersvorsorge. Daraus wird später die Rente gezahlt.
Anders als Sparpläne sind Altersvorsorge-Fonds mit einem höheren Risiko behaftet. Je nach Lage auf dem Aktienmarkt können Sie statt Erträgen auch Verluste abwerfen. Professionelle Fondsmanager achten jedoch gerade bei Rentenfonds darauf, die Beiträge sicher anzulegen und gegebenenfalls umzuschichten. So werfen sie in der Regel einen höheren Ertrag ab als Sparpläne mit variablem Zins. Vor Abschluss eines Altersvorsorge-Fonds empfehlen wir Ihnen dringend, sich persönlich und unverbindlich beraten zu lassen. Insbesondere über die Kosten der Anlage sollten Sie gründlich Aufklärung verlangen. |