Silver Surfer on Tour lesen

Drucken

Silver Surfer on Tour oder welche Vorteile Seniorenreisen haben können!

Ob mit dem Auto, per Bus, Zug oder Flugzeug, die ältere Generation verreist gerne, wenn sie es sich leisten kann. Der Trend, eine Seniorenreise zu buchen ist allerdings nicht so stark wie  es sich einige Reiseveranstalter erwartet haben. Seniorenreisen, der Begriff klingt nicht besonders sexy, aber es kann auch Vorteile haben, wenn ältere Menschen Reisen buchen, die Rücksicht auf besondere Bedürfnisse nehmen. Nur eines ist klar: «Niemand will als Senior angesprochen werden», meint Mediensprecher des Schweizer Tourismus Hans-Peter Nehmer. «Aber wir haben natürlich Angebote im Programm, die gezielt auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind.» Sehr wichtig seien gute Organisation, Komfort, Betreuung, Sauberkeit und Sicherheit. Auch für sogenannte Seniorenreisen gilt, dass die Seriosität der Anbieter passen muss. 

Allgemeine Entwicklung
Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass im Jahr 2015 rund 23 Prozent der Gesamtbevölkerung 65 Jahre und älter sein wird. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stellt in einer aktuellen Studie fest, dass die Über-60-Jährigen mit 405 Milliarden Euro über knapp ein Drittel der Kaufkraft in Deutschland verfügen. Und sie haben endlich Zeit zum Reisen. Allerdings sind die meisten Veranstalter nicht auf die Bedürfnisse von älteren Leuten eingestellt.

Koffertragen ist eine Last
Viele Senioren scheitern bei ihren Urlaubsplänen schon am Koffertragen. Der Transport des Koffers – von der Haustür bis ins Hotelzimmer – ist der „Aspekt Nummer eins“ bei der Buchung einer betreuten Reise, sagt Ursula Lenz, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren (BAGSO). Einer Studie der BAGSO aus dem Jahr 2007 zufolge haben elf Prozent der befragten Senioren bereits eine betreute Reise unternommen, 39 Prozent seien interessiert. „Die Untersuchung zeigt  Tendenzen. Es gibt definitiv eine erhöhte Nachfrage“, sagt Lenz.


Ist ein Hotel „seniorentauglich“?

Doch auch die Betreuung vor Ort, die „weit über das, was ein Reiseleiter macht, hinausgeht“, wissen die Urlauber zu schätzen. „Neben dem Ausflugsprogramm gibt es beispielsweise abends regelmäßig Treffen, es ist stets ein Ansprechpartner da“, erzählt Geier. Die medizinische Versorgung sei garantiert, immer sei eine Krankenschwester oder ein Arzt am Ort.


Seniorenfreundlich
Darüber hinaus werden Hotels vorab auf „Seniorenfreundlichkeit“ überprüft. „Wichtig ist zum Beispiel die Lage im Ortszentrum und dass genügend Einzelzimmer vorhanden sind“, sagt Geier. Rollstuhlgerechte Hotels finde man aber so gut wie gar nicht. „Unsere Reisenden müssen zumindest kurze Strecken gehen können. Wer bereits in einer Pflegestufe eingestuft ist, für den ist eine solche Reise nicht mehr geeignet.“ Die Urlauber sind zwischen 75 und 95 Jahre alt. „Ich hatte aber auch schon eine 99-Jährige dabei.“


Seniorenreisen sind teuer
Der Rundum-Service hat seinen Preis. Für eine 14-tägige Flugreise in ein 4-Sterne-Hotel mit Einzelzimmer auf Mallorca müssen beispielsweise 1530 Euro auf den Tisch gelegt werden, Meerblick und Abhol-Service kosten extra. „Natürlich sind wir teurer als normale Anbieter“, erläutert Geier. Wer aber einmal mitgefahren sei, wisse; wofür er das Geld bezahle. „Wir hören oft: ‚Lieber fahre ich einmal weniger in Urlaub und mache dafür eine betreute Reise´“, berichtet auch Lenz. Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigten dies: 92 Prozent derjenigen, die eine betreute Reise gemacht haben, waren zufrieden oder sehr zufrieden.


Ältere Menschen verreisen länger
„Ich habe mehr Kunden als früher, aber die machen weniger Reisen“, fasst Geier die Situation zusammen. Früher hätten die Leute gleich fünf Reisen auf einmal gebucht, heute fährt man eben nur noch einmal im Jahr. „Die Lebenshaltungskosten sind ja insgesamt gestiegen. Wenn ich mich zum Beispiel zwischen Lesebrille und Urlaub entscheiden muss, wähle ich wohl die neue Brille“, so BAGSO-Sprecherin Lenz.


Ist das Unternehmen seriös?

„Hinsichtlich der Häufigkeit ihrer Urlaubsreisen liegen die Senioren an erster Stelle aller Reisenden und sind bei ihren Reisen vergleichsweise lange unterwegs“, heißt es bei der BAGSO. Neben Wohlfahrtsverbänden und anderen gemeinnützigen Organisationen, die mit Reiseveranstaltern zusammenarbeiten, bieten auch private Unternehmer Seniorenreisen an. „Bei der Auswahl des Reiseanbieters sollte man sich immer fragen: Ist das Unternehmen seriös? Und ist das Angebot zu dem Preis realistisch?“, rät Lenz.


Zusammen ist man weniger allein
Ein wichtiger Punkt bei den Seniorenreisen ist die Tatsache, dass die älteren Menschen im Urlaub nicht allein sein wollen. Die Kontakte, die dort geknüpft werden, halten oft über die Urlaubszeit hinaus. Im Prinzip möchten ältere Reisenden genau das Gleiche wie Jüngere. Entspannung, Land und Leute kennenlernen, Unterhaltung, Information, Geschichte, Erholung, einfach eine schöne Zeit – nur bei den seriösen Seniorenreisen wird eben Rücksicht genommen,  auf  Besonderheiten des Alters.
Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren


Wenn Sie den Urlaub per Auto planen:
Man sollte sich einige Tipps für lange Autofahren immer wieder ins Gedächtnis rufen Tipps, die im übrigen für Autofahrer jeden Alters Gültigkeit haben!

  • Besser mal auf eine Fahrt verzichten: Bei Dunkelheit, Nebel, Regen oder Eisglätte bieten Bus und Bahn eine gute Alternative.
  • Die Hutablage sollte zur besseren Übersicht möglichst frei geräumt sein.
  • Bei längeren Fahrten, gerade auf unbekannten Strecken, ist eine Planung im Vorfeld ratsam, zudem sollten häufiger Pausen eingelegt werden.
  • In verkehrsarmen Zeiten zu fahren, bedeutet weniger Stress.
  • Eine regelmäßige Kontrolle der Sehfähigkeit und Fitness hilft, den Überblick und Durchblick zu behalten.
  • Wichtig: Einige der im Alter gängigen Medikamente können die Verkehrstauglichkeit beeinträchtigen, also Packungsbeilage lesen oder den Arzt fragen
  • Für den Notfall eine Warnweste nicht vergessen, ist Pflicht sie im Auto zu haben. Eine Weste pro Autositz!

Insgesamt gilt: Wer sich gut auf eine längere Fahrt vorbereitet und das, was er leisten kann, ehrlich und realistisch einschätzt, erreicht auch im Alter sein Reiseziel sicher und entspannt“, so Birgit Luge-Ehrhardt von der GDV-DL. Wenn es unterwegs doch mal Probleme gibt, sind die rund 16.000 Notrufsäulen an den Autobahnen der erste Anlaufpunkt. Darüber hinaus hilft der gebührenfreie Handy-Notruf 0800-NOTFON D(respektive 0800-668366 3).
Quelle auto-news.de




 

Volltextsuche

Newsletter

Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein

Buchtipp