ROM
Die "ewige Stadt" hat nichts von ihrem Glanz verloren – im Gegenteil. Gerade für deutsche Besucher ergibt die Tatsache, dass nach einem halben Jahrtausend wieder ein Deutscher Papst geworden ist, einen besonderen Reiz. Denn es gibt jeden Mittwoch um 10 Uhr die Gelegenheit, Papst Benedikt XVI. bei einer Generalaudienz zu begegnen - natürlich vorausgesetzt, der Papst ist in Rom (oder Castel Gandolfo). Bei gutem Wetter findet die Generalaudienz auf dem Petersplatz statt, ansonsten in der 1971 fertig gestellten Audienzhalle Paolo VI., die bis zu 25.000 Menschen fasst. Doch auch für nicht-katholische Besucher enthält die Stadt so viele Attraktionen, dass man vorher eine klare Auswahl treffen sollte, um nicht überwältigt zu werden.
Anfahrtsmöglichkeiten "Viele Wege führen nach Rom" - dieses Sprichwort wird vielen berühmten Persönlichkeiten aus Antike, Mittelalter und Neuzeit zugeschrieben. Es ist müßig, wer den Spruch wirklich geprägt hat, denn die Hauptsache ist: Er stimmt. Rom ist von Deutschland aus bequem und günstig zu erreichen. Besonders günstig sind Flüge von Germanwings von Köln und Stuttgart nach Rom, aber auch TUI-Fly ermöglicht Hin- und Rückflüge zwei Mal wöchentlich von Hamburg, Hannover oder Memmingen nach Rom für nicht mehr als 120 Euro hin- und zurück. Pauschalangebote mit Flugreise und Hotel bietet L'TUR in erschwinglicher Form an. Der Weg vom Flughafen Fiumicino in die Innenstadt ist einfach zu bewerkstelligen. Man kann für 11 Euro mit dem Leonardo Da Vinci-Express direkt zum Hauptbahnhof (Roma Termini) fahren. Oder man kann mit der Ferrovia Regionale FR 1, einer Art S-Bahn, über Trastevere in die Innenstadt düsen – für 5,50 Euro. Wenn man spät abends eintrifft oder zu mehreren Leuten unterwegs ist, dann kann man auch für eine Pauschale von 40 Euro mit dem Taxi an einen beliebigen Ort in der Innenstadt transferiert werden.
Besondere Angebote für eine Romreise sind auch mit der Bahn möglich. Hier sollte man auf Europa-Spezial-Angebote schauen. Mit dem Auto braucht man von Süddeutschland aus mindestens 9 Stunden und muss die Autobahn-Maut berücksichtigen. Außerdem sind Parken und Fahren innerhalb Roms ein kaum zu kalkulierendes Abenteuer. Nicht umsonst kurven die meisten Italiener mit ihren Vespers durch die enge antike Stadt - selbige ist vom Gehupe der kleinen Velos durchdrungen.
Ein erster Überblick Wer Rom noch gar nicht kennt, der sollte sich einen ersten Überblick mit Hilfe einer Stadtrundfahrt verschaffen. Eine solche gibt es mit der Linie 110open. Sie bietet eine Tour zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Mittlerweile kommen sogar oben offene Doppeldecker-Busse zum Einsatz, die ein wenig an die Klassiker aus London erinnern und eine ganz fotogene Perspektive eröffnen. Ein 24-Stunden-Ticket, bei dem man zwischendurch immer wieder aussteigen kann, kostet 20 Euro. Der Bus fährt vom Hauptbahnhof Roma Termini ab. Für diejenigen, die es günstiger haben wollen, gibt es die Buslinie 64, die über das Kolosseum, die Via Nazionale zur Piazza Venezia fährt und viele Sehenswürdigkeiten auf einen Schlag abdeckt. Aber Vorsicht: gerade hier wird viel gestohlen. Das Geld sollte unbedingt in einem Brustbeutel am Körper getragen werden! Insgesamt kommt man mit der U-Bahn – es gibt bis jetzt nur die beiden Linien A und B, die wie ein Kreuz angeordnet sind – und mit Bussen gut vorwärts. Bei den Bussen muss man sich jedoch genau erkundigen, deren Fahrziele und -takte sind für den Fremden nicht immer leicht durchschaubar.
Fra Antica Storia è dolce vita Rom verbindet antike Atmosphäre und einen modernen, "süßen" Lebensstil (dolce vita). Es ist also vernünftig, seine Zeit so aufzuteilen, dass man das alte und das moderne Rom gleichermaßen kennen lernt. Dies ist gut möglich, denn die Zeiten sind hier parallel erlebbar. Es ist schön, nach der Colazione, dem ausgiebigen Frühstück im Hotel, zum Beispiel zum Capitols-Hügel zu fahren und dann über das Forum Romanum (Führung empfohlen) zu spazieren. Von dort ist es nicht weit zurück zum Monumento a Vittoria Emmanuelle II, dem imposanten weißen Gebäude, das die Piazza Venezia überthront und von den Einheimischen, weil ungeliebt, Schreibmaschine genannt wird. Allerdings gibt es hier oben eine Cafeteria, wo man bei einem herrlichen Blick auf das antike Rom einen Caffè Latte trinken und ein Tramezzino mit Thunfisch oder Salami dazu konsumieren kann. Allgemein kann man viel Geld sparen, wenn man in kleinen Cafes Zwischenmalzeiten einnimmt – Panini für 3 Euro und espresso doppio für 1,80 Euro sowie ein Acqua Minérale für 1 Euro – man sollte sich das Geld für eine Cena (ein ausgiebiges Abendessen) am Abend aufheben.
Nachmittags kann man am Capitols-Hügel das Nationalmuseum Risorgimento besuchen oder durchs Kolosseum gehen, bevor man an der Piazza Campo dei fiori einen gemütlichen Ausklang des Tages einläutet. An einem weiteren Tag kann man den St. Petersdom, die Engelsburg und die tiber-nahen Sehenswürdigkeiten – das Pantheon und die Piazza Navona – besuchen. Es ist ein wunderschöner, gemütlicher Spaziergang durch romantische Gassen. Außerhalb Roms kann man zum Beispiel den antiken Hafen von Ostia Antica besuchen.
Übernachtungen Hotels gibt es in vielen Preis- und Qualitätsklassen. Es ist jedoch empfehlen, ein paar Euro mehr pro Nacht auszugeben und eine relativ zentral liegende Herberge zu buchen. Denn obwohl Rom bedeutend sicherer und sauberer geworden ist, so ist es nicht empfehlenswert, in weit abseits liegenden Arbeiter-Stadtteilen zu residieren, in denen auch viele Migranten ihre bescheidene Bleibe haben.
Gute Hotels mit Frühstück, die relativ zentral – zwischen Kolosseum und dem Bahnhof Termini – liegen, sind ab 80 Euro pro Person zu haben, bei Nutzung eines Doppelzimmers kostet dieses dann in etwa 120 Euro. Aber man kann auch billiger davon kommen. Denn es gibt ein gutes System von Bed and Breakfast (B & B), die – zentral liegend – einfache, saubere und günstige Übernachtungsmöglichkeiten für 40 Euro anbieten.
Geheimtipps... sind meist nicht mehr so geheim... Dennoch sollte man ins alte urchristliche Viertel am Tiber – Trastevere – gehen, wo es wunderbare enge Gassen, kleine Ristoranti und schöne alte Kirchen gibt.
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